10 Jahre Thailand 

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Internet UhrTest

by Nudels


Posted on Freitag September 25, 2020 at 06:58PM in Technik - Programmierung


Internet-Uhr  -  Client-Server Test


Es ist immer wieder ein Spagat, zwischen meiner wunderschönen Wahlheimat Thailand und meinen ebenfalls schönen Beruf als Software-Entwickler zu berichten. Ich bin noch keine Rentner und Du hast Dich sicherlich schon gefragt, wie: "Wie macht der das, so lange in Thailand?". Also - heute geht es mal wieder an ein Technik-Thema.


Das, was Du im blauen Fenster siehst, ist eine Server gesteuerte Internet-Uhr. Sie zeigt weltweit die gleiche Zeit beim Aufrufer an. Es ist die aktuelle Uhrzeit in Deutschland. Bis hier, ist dieses nichts Aussergewöhnliches. Das kann man ja alles mit Javascript realisieren. Diese Uhr benutzt auch Javascript. Es sind exakt 33 Codzeilen normaler Länge inklusive der Ajax-Zeilen und diese Codezeilen kommunizieren mit dem Niweau-Server, der Berechnungen und Datentransfer erledigt, und koordinieren das dynamische Update der Ansicht im Browser. Mehr Javascript ist nicht nötig. Wozu braucht man so etwas? Dieses, plus zusätzliche Informationen, brauchen Leute, die in global operierenden Gesellschaften, wissenschaftlichen Projekten, oder anderen Vereinen tätig sind, und sie brauchen dieses nicht nur als Textzeile, sondern als signifikantes Erkennungsmerkmal. Die Anzeige muss groß sein und kontrastreiche Farben haben. Das Ändern der Ansicht und das Einstellen der Uhr darf nicht auf dem Client, also der Web-Site möglich sein. Ausschliesslich der Server kann Änderungsanforderungen entgegen nehmen. Dieses betrifft sowohl das Format und die Einstellung der Uhrzeit, als auch das Layout und die Farben der Grafik, denn das, was wir dort sehen ist eine SVG-Grafik. Die Web-Site bleibt bei Änderungen unberührt.


Es kann bis zu 10s dauern, bis die Uhr synchronisiert ist.


In Deutschland ist es:





Zur Fullscreen-Ansicht


In Thailand ist es:





Zur Fullscreen-Ansicht




Wie realisiert man so etwas ?


Minimaler Einsatz von Javascript und trotzdem dynamische Web-Sites lassen sich heute, dank 2 Meilensteinen in der Internet-Technologie realisieren. Nummer eins ist AJAX, das auch bei bereits geladenen Seiten jederzeit in der Lage ist, mit entfernten Servern zu kommunizieren. Nummer zwei ist das SVG-Grafik-Format. SVG ist skalierbar, eine Vektor-Grafik und hat ein XML-Dateiformat. Letzteres ist ein Traum für Software-Entwickler, denn leichter lassen sich Grafiken kaum manipulieren.


Die Server-Seite übernimmt, wie oben erwähnt alle Berechnungen. An den Browser wird lediglich der Zeitabgleich und eine Bilddatei in der Größe von 18KB übermittelt. Daraus folgt, dass das Bild natürlich auf dem Server generiert wird. Das Interval der Synchronisation ist einstellbar bis in den Millisekunden-Bereich. Es ist allerdings fraglich, ob das bei einer Internetübertragung noch sinnvoll ist. Ausserdem wird in diesem Range ein beträchtliches Datenvolumen für den Transfer generiert. Die Server-Seite ist in Java programmiert. Mein letztes Projekt, in dem Servlets noch von Hand programmiert wurden, liegt schon eine Weile zurück. Heute bediene ich mich beim Spring-Framework. Wie es schon beim Feiertagskalender beschrieben ist, gibt es kaum eine bequemere Variante dynamische Web-Projekte zu erstellen.



Programmierübungen: 1




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